Was ist ein CBD-Analysezertifikat (COA) und warum ist es wichtig?

Ein Analysezertifikat (Certificate of Analysis, COA), sprich, ein unabhängiger Test durch Dritte, ist ein wissenschaftliches Dokument und daher für Nicht-Wissenschaftler nicht immer einfach zu lesen. Wir haben den Leiter der “Canalysis Laboratories” interviewt, und das Ergebnis ist ein detaillierter Video-Guide darüber, wie Tests durch Dritte durchgeführt werden, wie man die relevanten Informationen aus dem Dokument herauslesen kann und wie man versteht, was in diesem Dokument überhaupt wichtig ist.
Zora Degrandpre
Geschrieben von Zora Degrandpre, MS, ND
Zuletzt bearbeitet am

Eine COA ist ein “Analysezertifikat” und ist eines der wichtigsten Instrumente, die man für die Bestimmung der Qualität und Reinheit eines CBD-Produkts benötigt. Doch auch dafür, sicherzustellen, dass man auch wirklich die Menge an CBD bekommt, für die man zahlt, ist es das wichtigste Werkzeug, das man hat. Unsere Empfehlung ist, CBD nur von Firmen zu kaufen, die ihre Produkte von einem Drittlabor testen lassen.

Warum ist ein COA wichtig? Weil der CBD-Markt im Moment nicht reguliert ist. Viele Menschen reagieren ja etwas empfindlich auf Regulierungen, denken, es muss etwas Schlimmes sein, und sind pauschal GEGEN REGELUNGEN! Vorschriften sind allerdings auch dafür verantwortlich, dass niemand verdorbenes Fleisch, Spinat und andere bakteriell verseuchte Lebensmittel (z.B. durch E. coli) verkauft und dass die Luft und das Wasser sauber bleiben. Regulierungen verhindern auch, dass Drogen oder gefährliche Produkte, die ernsthafte und vielleicht tödliche Nebenwirkungen haben, auf den Markt gelangen. Die Vorschriften sehen auch vor, dass der Verkäufer dem Verbraucher gültige und genaue Informationen über sein Produkt geben muss – insbesondere über Stoffe, die man in den Körper oder die Haut aufnimmt. Tests durch Dritte – und die COAs, die dabei herauskommen, können einen auf verschiedenen Ebenen schützen – sie können sicherstellen, dass man das kauft, was man glaubt zu kaufen, und dass es keine anderen Bestandteile des Produkts gibt, die einem schaden könnten – jetzt oder in Zukunft. Diese COAs spiegeln auch die Verpflichtung des Unternehmens zu Transparenz und Genauigkeit bei der Kennzeichnung seines Produkts wider – und dass das Unternehmen sich ausreichend um den Verbraucher kümmert, um das Produkt so rein wie möglich zu machen.

Wir empfehlen euch, bevor ihr euch das Video anschaut, im Folgenden einige grundlegende Begriffe zu studieren, die beschreiben, wie und was analysiert wird.

Schaut euch das vollständige und detaillierte Video an, um alles über CBD-Analysezertifikate zu erfahren:

Ihr könnt euch auch das Transkript des Videos hier durchlesen:

Nächster Artikel: “Einblick in einen echten COA: Wie man ein CBD-Analysezertifikat (COA) liest – Video-Guide”

 

Verwendete Begriffe

Drittanbieter-Tests

Hierbei handelt es sich um einen Test durch ein separates und unabhängiges Labor, das kein finanzielles Interesse an den Ergebnissen hat. Dies stellt sicher, dass man genaue und verlässliche Informationen über sein CBD-Produkt bezüglich Reinheit, Potenz (Dosis oder Konzentration) und ob das Produkt frei von Pestiziden, Schwermetallen und mikrobieller Kontamination ist oder nicht, erhält. Tests durch Dritte können außerdem Aufschluss über die Mengen an vorhandenen Cannabinoiden insgesamt sowie Terpenen und anderen Bestandteilen geben.

Cannabinoide

Cannabinoide sind eine Klasse von Pflanzenstoffen mit ähnlicher chemischer Struktur. Sowohl CBD als auch THC sind Cannabinoide. Tests durch Dritte können nicht nur zeigen, wie viel CBD in dem Produkt enthalten ist, sondern auch, wie viel THC in dem Produkt enthalten ist – und das kann wichtig sein, wenn z.B. die Berufstätigkeit von Drogentests abhängt – in diesem Fall sollte man sicherstellen, dass kein THC in dem Produkt enthalten ist. Auch die Forschung über die potenziellen Vorteile von Cannabinoiden steckt noch in den Kinderschuhen – einige Cannabinoide (z.B. CBG) können sich in Zukunft als sehr nützlich erweisen, und es lohnt sich zu wissen, wie viel dieser anderen potenziell nützlichen Cannabinoide in dem Produkt enthalten sind, an dem man interessiert ist.

Terpene

Terpene sind eine weitere Klasse von Pflanzensubstanzen, die in hohen Konzentrationen in Hanf, anderen Cannabis-Sorten, immergrünen Bäumen und vielen anderen Pflanzen zu finden sind. Man glaubt, dass Terpene die Pflanzen vor Schädlingen schützen. Sie können auch helfen, Tiere fernzuhalten, die sie fressen wollen! Terpene bestehen nur aus Kohlenstoff- und Wasserstoffatomen, während Terpenoide (auch als Isoprenoide bekannt) auch Sauerstoff und andere chemische Gruppen enthalten. Terpene und Terpenoide sind die Substanzen, die den Cannabispflanzen ihren einzigartigen Geruch verleihen. Noch wichtiger ist, dass die Forschung uns zeigt, dass die beiden Stoffe für sich alleine Vorteile haben können, unabhängig von den Auswirkungen des CBD. Myrcen, zum Beispiel, wird mit dem Abbau von Stress und Angst in Verbindung gebracht und Linalool – das Hanf und anderen Cannabisprodukten ein blumiges Aroma verleihen kann (ähnlich wie Lavendel…denn auch Lavendelblüten enthalten Linalool!) – kann antimikrobiell und antidepressiv wirken.

Pestizide und Herbizide

Idealerweise möchte man ein “sauberes” Produkt ohne jegliche chemische Rückstände erhalten. Da CBD aus der Hanfpflanze gewonnen wird, bedeutet das, dass die Pflanze zumindest frei von jeglichen Chemikalien sein sollte, die während der Wachstums- und Erntezeit eingesetzt wurden. Das garantiert nicht unbedingt, dass die Pflanze “Bio” angebaut wurde, aber Tests von Drittanbietern, die zeigen, dass keine Pestizide oder Herbizide vorhanden sind, sagen euch wenigstens, dass die Pflanzen richtig verarbeitet wurden.

Nachweisgrenze (eng.: LOD – Limit of Detection) oder Quantifizierungsgrenze (eng.: LOQ – Limit of Quantification)

  • Die LOD (Nachweisgrenze) ist die niedrigste Menge (z.B. mg) einer bestimmten Substanz (auch Analyt genannt), die nachgewiesen werden kann. Dies hängt bis zu einem gewissen Grad von der Art des Tests ab, mit dem dieser Analyt nachgewiesen wird.
  • Die LOQ (Quantifizierungsgrenze) ein wenig anders als die LOD – die LOQ ist die niedrigste Konzentration (z.B. mg/ml) einer bestimmten Substanz, die bestimmt werden kann. Die LOD kann manchmal ein Plus oder ein Minus sein – die Substanz ist zwar vorhanden, aber die tatsächliche Menge oder Konzentration wird nicht bestimmt. Etwas verwirrend ist, dass manche Labore LOD und LOQ als gleichwertige Begriffe verwenden. Im Wesentlichen geben beide an, wie empfindlich die verwendete Testmethode ist, und für eure Zwecke ist sie ein Hinweis darauf, wie gut ein Labor eine bestimmte Substanz nachweisen kann.
  • LOD und LOQ werden oft synonym verwendet – sie sind nicht genau dasselbe, aber meistens bedeuten sie dasselbe und geben an, wie empfindlich die Tests sind. Egal ob die Analyse LOD oder LOQ verwendet, der Wert sollte so niedrig wie möglich sein.

Wenn zum Beispiel das LOQ 3 mg THC/30 ml beträgt (und nichts unter 1% THC festgestellt wird) und die THC-Menge in einer 30-ml-Flasche 2,97 mg/30 ml beträgt, wird der Test zeigen, dass die THC-Menge unter dem LOQ ist. Das bedeutet, dass sich etwas THC in der 30-ml-Flasche befindet. Wenn man sich einem Drogentest unterzieht, kann es sein, dass man positiv getestet wird, obwohl man dachte, dass das THC in dem Produkt zu vernachlässigen ist. Wenn andererseits das LOQ 0,03 mg THC/30 ml (0,1 % THC) beträgt und die Ergebnisse negativ sind (d. h. die THC-Menge in der Flasche ist weniger als 0,03 mg und weniger als 0,1 %), dann kann man sich sicher sein, dass die THC-Menge in der Flasche weit unter dem Standard von 0,3 % THC liegt.

Noch ein anderes Beispiel: Wenn ihr herausgefunden habt, dass eure ideale Dosis CBD für, sagen wir, Schlafengehen und Durchschlafen 17 mg pro 1 ml CBD-Öl beträgt und ihr aus dem einen oder anderen Grund von eurer gewohnten Marke zu einer anderen wechseln müsst oder einfach eine neue Charge kaufen wollt, dann wollt ihr sicher gehen, dass ihr auch die vollen 17 mg CBD bekommt, damit ihr schlafen könnt. Um das zu überprüfen, muss man in der COA nachsehen, für das CBD, das man kauft. In der Regel muss man die letzte Spalte oder eine der Felder in einer COA überprüfen, um festzustellen, ob in der Charge so viel CBD enthalten ist, wie ihr braucht.

Schwermetalle

Die Schwermetallprüfung umfasst normalerweise Blei, Quecksilber, Kadmium und Arsen, kann aber auch Chrom, Eisen, Aluminium, Kupfer, Kobalt und andere enthalten. Blei, Quecksilber, Kadmium und Arsen sind bekannte Giftstoffe – deshalb sollte jedes CBD-Produkt auf diese Substanzen getestet werden.

Lösungsmittelrückstände

Ein Lösungsmittel ist jede Substanz, die dazu dient, andere Substanzen wie Pflanzenmaterial aufzulösen. Auf dem Weg von der Pflanze zum Endprodukt gibt es mehrere Schritte. Die Pflanze muss geerntet, getrocknet und das CBD mithilfe einer Form von Lösungsmittel extrahiert werden. Es gibt zwei Hauptprozesse für die Extraktion: die Ethanol-Extraktion und die CO2-Extraktion. Einige Firmen verwenden eine Kombination dieser beiden Verfahren. Andere Firmen können jedoch härtere und gefährlichere Lösungsmittel verwenden, um das CBD aus den Hanfpflanzen zu extrahieren. Ihr müsst euch vergewissern, dass keine Lösungsmittel mehr vorhanden sind, besonders wenn eine Firma ein Lösungsmittel wie Hexan oder Benzol verwendet!

Mikroben

Zu den Mikroben können Bakterien, Viren und Pilze gehören, obwohl in den meisten Labors vornehmlich auf Bakterien und Pilze getestet wird. Dazu können Bakterien wie E. coli, Salmonellen, Fäkalbakterien (coliforme Bakterien), einige Formen gramnegativer Bakterien (z. B. Pseudomonas und andere), anaerobe (können ohne Sauerstoff leben) und aerobe (sauerstoffbedürftige) Bakterien gehören. Die meisten Labors testen auch auf Aspergillus (eine Form von Pilz) und Hefe. Diese Tests werden durchgeführt, um zu bestätigen, dass es keine mikrobielle Kontamination des Produkts gibt – es also weder lebende Bakterien noch Pilze enthält.

Mykotoxine

Mykotoxine werden von Pilzen und Schimmelpilzen produziert und können Aflatoxin, Ochratoxin A und Mutterkorn-Alkaloide enthalten. Daher ist es wichtig, sicherzustellen, dass alle Produkte, die ihr kauft, diese Giftstoffe nicht enthalten.

In einer idealen Welt sollte auf alle diese Giftstoffe getestet werden – man sollte zumindest sicher sein können, dass ein Produkt, für das man bezahlt, die Menge an CBD enthält, die es vorgibt zu enthalten. Außerdem ist es wichtig zu wissen, dass es keine Pestizide, Herbizide oder Schwermetalle enthält und dass es keine mikrobielle Kontamination oder Giftstoffe enthält.

Man muss also die Begriffe verstehen, die in einer COA verwendet werden – damit ihr euch besser entscheiden könnt, welches Produkt ihr kaufen wollt, basierend auf einer Reihe von Faktoren:

  • Ist so viel CBD vorhanden, wie behauptet?
  • Wenn ihr euch auch um euren allgemeinen Gesundheitszustand sorgt, wird auch auf Toxine/Mikroben getestet? Wird auf Schwermetalle getestet? Lösungsmittelrückstände?
  • Terpene sind weniger bekannt als Cannabinoide, aber Terpene – Substanzen, die in einer Vielzahl von Pflanzen vorkommen – können auch der Gesundheit zuträglich sein. Es könnte interessant sein für den ein oder anderen zu wissen, welche Terpene – und in welchen Mengen – in dem jeweiligen CBD vorhanden ist.

Als allgemeine Faustregel gilt, dass Unternehmen, die bereit sind, ihre Produkte testen zu lassen – und die Ergebnisse dieses Tests veröffentlichen oder zugänglich machen -, sich mehr der Transparenz und dem Dienst am Kunden (also euch!) verschrieben haben und ein Produkt anbieten, das Wert und Sicherheit bietet. Derzeit ist die CBD-Industrie nicht reguliert. Dieser Mangel an Regulierung bedeutet, dass der Kunde proaktiver sein muss, um die Reinheit und Qualität der CBD-Produkte, die er kauft, zu bestimmen. Es ist nicht immer einfach, aber das ist der Grund, warum wir diese Artikel geschrieben haben – um euch auf dem Weg zu einer besseren Gesundheit zu begleiten, je nachdem, für welche CBD-Produkte ihr euch entscheidet!

Hier findet ihr das Skript des Videos:

Leafreport – Kristin Harrison:

Hallo, hier ist Kristin Harrison. Ich bin hier mit leafreport.com, und wir sind in Las Vegas, Nevada bei Canalysis Laboratories. Ich bin hier mit Skip, dem Gründer. Hi Skip.

Skipper Kelp:

Hallo. Schön, dass ihr hier bei Canalysis Laboratories seid. Mein Name ist Skipper Kelp. Ich bin der Präsident und COO von Canalysis Laboratories. Nevada war der erste Staat, der unabhängige Tests durch Dritte für die Cannabis-Industrie in Auftrag gegeben hat, und wir sind eines der Labore, die eine Lizenz erhalten haben. Wir sind nach ISO 17025 akkreditiert und das größte Labor im Staat Nevada. Im Grunde sind wir sowas wie die FDA der Cannabis-Industrie. Was auch immer man zum Konsum freigibt, muss getestet und zertifiziert werden. Wir tun das für die Marihuana-, Hanf- und CBD-Industrie.

Leafreport – Kristin Harrison:

Wow, das ist wirklich cool. Sehr interessant. Also machst du das für Firmen im ganzen Land?

Skipper Kelp:

Wir testen vorwiegend Marihuana, wobei ich an dieser Stelle Marihuana getrennt von Hanf und CBD betrachte. Das Marihuana ist immer noch auf Bundesebene, also können wir es nur innerhalb des Staates Nevada testen, weil es auf nationaler Ebene noch nicht legalisiert ist. Allerdings können Hanf- und CBD-Produkte in die ganze Welt zu uns geschickt werden und wir können sie dann testen und validieren. Aber alles, was mehr als 0,3% THC hat, muss innerhalb des Staates Nevada getestet werden und bleiben.

Leafreport – Kristin Harrison:

Okay. Wow, sehr interessant. Wie lange gibt es dieses Labor schon?

Skipper Kelp:

Also, wir haben das Ganze im Jahr 2014 begonnen, als Nevada den Lizenzierungsprozess für die gesamte Marihuana-Industrie eröffnet hat, und jeder der Erste sein wollte, der eine Lizenz für die Abgabe, eine Anbaulizenz oder eine Produktionslizenz bekommt. Aber Nevada war der erste Staat, der unabhängige Tests durch Dritte vorgeschrieben hat. Deshalb brauchten wir Labors, und als das Verfahren herauskam, haben sich nur wenige Leute um Laborlizenzen beworben. Niemand wusste wirklich, was das ist, weil es so neu war, und noch ist. Labortests in der Cannabis-Industrie sind bahnbrechend, und Nevada ist der erste Staat, der wirklich daran arbeitet, es obligatorisch zu machen. Als mein Partner und ich also die Möglichkeit sahen, durch unabhängige Tests durch Dritte in diese Industrie einzusteigen, haben wir uns sofort darauf gestürzt. Wir haben den ganzen Prozess selbst durchlaufen. Wir wussten nichts über Labortests, aber wir haben Informationen gesammelt.

Skipper Kelp:

Wir sind mit vielen Leuten und Experte zusammengekommen, und haben einige Schwierigkeiten durchgemacht, indem wir alle möglichen Fehler gemacht haben, die man sich vorstellen kann. Wir haben mit den cleveren Leuten zusammengearbeitet, um uns Informationen zu geben, und wir haben sie einfach auseinandergenommen, bis wir im Wesentlichen selbst Experten wurden. Wir haben jetzt ein Team, das so gut ist, wie es nur sein kann. Dann fügen wir das alles zusammen, indem wir unsere Augen schließen, unserer Vision vertrauen und sich alles irgendwie fügt. Die Kenntnisse, die wir erworben haben und die erstaunlichen Menschen, mit denen wir in Kontakt gekommen sind, haben es uns ermöglicht, Canalysis Laboratories zu eröffnen, das größte Testlabor im Staat Nevada.

Leafreport – Kristin Harrison:

Ziemlich cool. Ich wette, es war ein ganz schön zermürbender Prozess, aber es scheint, dass ihr schon recht weit gekommen seid und wirkliche Pioniere auf diesem Gebiet seid.

Skipper Kelp:

Es war absolut zermürbend, aber gleichzeitig war es so herausfordernd. Es war etwas, das uns so fremd war, dass ich glaube, wir wussten es einfach nicht besser. Wir bekamen einen Schlag auf den Kopf und standen wieder auf, Ignoranz kann ein Segen sein. Jetzt sind wir an dem Punkt angekommen, an dem wir tatsächlich sehen können, wie unsere Vision in Erfüllung geht, und es ist befriedigend, auch wenn wir noch einen langen Weg vor uns haben. Die Industrie ist noch sehr neu. Wir sind Pioniere, wir machen eine Menge Forschung und Entwicklung. Wir treffen uns mit vielen Leuten aus der Industrie, und wir reden ständig davon, dass Transparenz das ist, was diese Industrie auf die nächste Ebene bringt. Der beste Weg, Transparenz zu gewährleisten, ist durch unabhängige Labortests, bei denen man das, was man hat, durch die Maschinen laufen lässt, durch die Methoden und das Ergebnis ist, was es ist, und jeder kann es sehen, die guten wie die schlechten Seiten.

Leafreport – Kristin Harrison:

Das ist so sehr wichtig, und es ist so toll, dass ihr das macht. Wirklich großartig.

Skipper Kelp:

Ziemlich cool, ja. Ich bin sehr stolz darauf.

Leafreport – Kristin Harrison:

Also, kannst du mir ein bisschen erzählen, vielleicht nur einen Überblick, über die Art von Tests, die ihr hier durchführt?

Skipper Kelp:

Der Staat Nevada hat einen der höchsten Teststandards für Cannabis zusammengestellt. Sie testen auf THC-Werte, die Cannabinoid-Profile. Bei CBD und Hanf ist das der CBD-Test. Die THC-Werte. Wir testen auf Pestizide, wir testen auf Terpene. Das ist es, was dem Cannabis den Geschmack gibt. Wir testen auf Lösungsmittelrückstände. Wir testen auf Pestizide, wir testen auf Schwermetalle und wir testen auf Mikroben. Hefe, Schimmel, Mehltau, Chloroform, Aspergillus. Damit das Endprodukt in die Regale und Apotheken kommt, musst es erst die ganze Palette an Tests durchlaufen. Im Staat Nevada kann man sich also darauf verlassen, dass es, sobald es in die Apotheke kommt, sauber ist. Es ist untersucht worden, und das Produkt ist gut und sicher.

Leafreport – Kristin Harrison:

Das ist wirklich cool, echt toll. Also. Über all die Tests, die du hier durchführst, weiß ich jetzt Bescheid. Kannst du mir noch sagen, warum genau das wichtig ist und was es für die Konsumenten bedeutet, wenn etwas nicht gut getestet wird?

Skipper Kelp:

Wenn man darüber nachdenkt, muss alles, was wir als Individuen konsumieren, Lebensmittel, Nonfood, was auch immer es ist, von der FDA getestet und zertifiziert werden. Es gibt keine Möglichkeit, dass Albertsons Fleisch in die Regale schickt, das nicht durch die FDA gegangen ist, weil Menschen das konsumieren. Sprich, wenn du etwas konsumierst, und besonders die Cannabis-Industrie, wo viel davon aus medizinischen Gründen konsumiert wird. Viele Leute, die Cannabis konsumieren, nehmen es also aus medizinischen Gründen und haben ein geschwächtes Immunsystem. Wenn also ein Produkt, etwa Marihuana, in das Regal kommt und es Hefe, Schimmel, Mehltau, Aspergillus enthält, könnte es jemanden, der ein geschwächtes Immunsystem hat, im Grunde töten. Man möchte also genau wissen, was in diesem Produkt enthalten ist, bevor man es einnimmt. Auch, wenn du ein Produkt kaufst, sagen wir ein CBD-Produkt, das gerade auf dem Markt ist. CBD-Produkte sind in den letzten paar Jahren auf den Markt gekommen, und du bekommst all diese Produkte, die herauskommen und sagen: “Hey, wir haben 100 Milligramm CBD.

Skipper Kelp:

Je mehr Milligramm CBD, desto mehr bezahlt man dafür. Es ist nichts anderes, als ein Aufschlag, und es gibt so viele Produkte da draußen, die nicht getestet werden, und die Produzenten machen einfach falsche Behauptungen. Als Produkt- und Endbenutzer sehe ich es, lese das und nehme an, dass ich das bekomme, was da drin steht. Also verlasse ich den Laden, bezahle einen Aufschlag für das Produkt, weil es X Mengen CBD enthält und in Wahrheit ist nichts drin. Also erstens bin ich betrogen worden und zweitens bekomme ich jetzt gar nichts, wenn es nicht einmal das medizinische CBD hat. Der einzige Weg, das wirklich zu verstehen und wirklich zu wissen, was in dem Produkt enthalten ist, ist durch unabhängige Labortests durch Dritte.

Leafreport – Kristin Harrison:

Ich denke, es ist sehr wichtig, dass die Verbraucher wissen, dass nur weil etwas auf dem Etikett steht, das nicht bedeutet, dass auch das drin ist, was drauf steht. Es ist also großartig, dass ihr hier seid, um diese Tests tatsächlich durchzuführen und um den alltäglichen Verbraucher wie mich aufzuklären, der das sonst nicht gewusst hätte.

Skipper Kelp:

Auf jeden Fall, und außerdem ist Labor nicht gleich Labor. Du kannst ein Produkt mit der Aufschrift Labortest haben, aber ist es wirklich ein Labortest? Man kann alles auf ein Etikett schreiben. Um dem Labor, das auf dem Etikett steht, wirklich vertrauen zu können, benötigt man ein unabhängiges Drittlabor, das nach ISO 17025 akkreditiert ist. Das ist von jeder Aufsichtsbehörde geprüft worden. Sprich, wir haben den Validierungsprozess durchlaufen. Wenn also ein Produkt hier durchkommt, sind unsere Methoden validiert worden. Wir haben den Stempel des Staates Nevada erhalten. Wir haben den Stempel von der Perry Johnson Akkreditierung erhalten. Also wird nicht jedes Labor als gleichwertig betrachtet. Man muss sich vergewissern, dass die Produkte von einem akkreditierten Labor getestet werden.

Leafreport – Kristin Harrison:

Wow, das ist gut zu wissen. Ich bin froh, dass du mir das erklärst, weil ich das vorher nicht wusste und ich bin mir sicher, dass jeder, der zuschaut, froh darüber ist.

Skipper Kelp:

Was verrückt ist, ist, dass die Industrie so neu ist, dass die Leute es nicht wissen. Ich bin einfach darauf los und hab gesagt, lass uns Licht ins Dunkel bringen, aber wenn man sich mehr darüber informiert, geht das schnell, und die Leute werden sich mehr darüber informieren, weil das Thema gerade durch die Decke geht. Um auf das nächste Level zu kommen, auf dem wir föderal weltweit akzeptiert werden, müssen wir das durch unabhängige Tests von Dritten erreichen. Wir brauchen Transparenz. Jeder muss genau wissen, was er kauft und was er zu sich nimmt, und der einzige Weg, das wirklich zu tun, ist durch Labortests.

Leafreport – Kristin Harrison:

Wow, erstaunlich. Wirklich gut zu wissen. Also, kannst du mir ein bisschen über die Ausrüstung und Protokolle erzählen, die du benutzen würdest? Vielleicht nur ein allgemeiner Überblick. Ich weiß, dass wir später eine Tour machen werden, worauf ich mich schon sehr freue, aber…

Skipper Kelp:

Trevor Low, mein Laborleiter, wird uns durch den Prozess führen, aber ich kann mit euch durch die Instrumente gehen und erklären, für welchen Test sie verwendet werden. Wir haben den GC-Triple Quad und GC-Stative oder Gas-Chromatografie.

Leafreport – Kristin Harrison:

Ich weiß nicht einmal, ob ich das aussprechen kann. Gas-Chromatografie, okay.

Skipper Kelp:

Chromatografie, und dieser Instrumententest, Triple-Quad-Test für Terpene und Pestizide. Es ist diese Maschine da drüben und dahinter… Trevor wird euch das erklären. Dann haben wir das GCMS, und das ist die Gaschromatografie-Massenspektrometrie. Das ist für Terpene und Pestizide. Dann haben wir ein LCMS, das ist die Flüssigchromatografie-Massenspektrometrie. Nennen wir es der Einfachheit halber ab jetzt Massenspektrometrie.

Leafreport – Kristin Harrison:

Massenspektrometrie, Roger.

Skipper Kelp:

Massenspektrometrie, und das ist für Pestizide. Dann ist hier direkt hinter uns die HPLC. Das ist die Hochleistungs-Flüssigschromatografie. Also diese Maschine dort, das ist wie für die Hanf- und CBD-Welt. Das ist das Ein und Alles. Das ist der Canna-Test, das Cannabinoid-Profil. Wenn also die Hanfindustrie ihre Tests durchführt, muss es unter 0,3% THC liegen, um legalisiert zu werden. Das sagt dir also, wie viel THC in einem Produkt enthalten ist. Es sagt dir, wie viel CBD, wie viel THCA. Dies ist das gesamte Cannabinoid-Profil. Wir haben also zwei von diesen Maschinen, weil wir mittlerweile mit Tests überflutet werden. Immer, wenn wir Zeug bekommen, das aus dem Staat kommt, sind das die Maschinen, durch die es läuft. Dort drüben wird Trevor dich hinbringen. Das ist das ICPMS und das ist die ICPMS, oder Induktiv gekoppelte Plasma-Massenspektrometrie (Inductively Coupled Plasma Mass Spectrometry). Die testet auf Schwermetalle, Kadmium, Blei, Arsen und Quecksilber.

Leafreport – Kristin Harrison:

Wow. Also muss man diese Proben erstmal durch eine Vielzahl von verschiedenen Aufgaben und Maschinen jagen?

Skipper Kelp:

Durch eine Vielzahl, ja, und die gehen dann in den Raum da drüben, der das Sperrbereich-Symbol da an der Wand hat. Das ist der Mikrobiologieraum, und wir testen auch auf E.coli, und einen Haufen anderer gefährlicher Mikroben. Unsere Mikrobiologen können das erklären. Wir haben PCR und wir haben das neueste und beste Spielzeug hier dank der Instrumente von Agilent. Wir haben uns mit Agilent zusammengetan, um uns gemeinsam zu vermarkten, und ihre Instrumente sind erstaunlich. Das Beste vom Besten.

Leafreport – Kristin Harrison:

Wow, und neben mir steht Trevor, der hier der Laborleiter ist. Hallo Trevor.

Trevor Low:

Hi Kristen.

Leafreport – Kristin Harrison:

Wie geht es dir?

Trevor Low:

Gut, danke.

Leafreport – Kristin Harrison:

Fantastisch. Danke, dass du dir die Zeit genommen hast, dich heute mit uns zu treffen. Wir wollen euch also nur fragen, wie der Prozess hier abläuft, wie ihr eine Probe reinbekommt, wie sie durch den Test gehen würde. Also ich denke, wir wären hier beim ersten Schritt, wenn du mir nur ein bisschen darüber erzählen könntest!

Trevor Low:

Ja, sicher. Also, wenn die Probe ins Labor kommt, holen wir sie entweder per Verordnung für Marihuana im Staat Nevada ab. Das Labor muss die Probe abholen gehen. Ansonsten bekommen wir CBD- und Hanfproben aus dem ganzen Land. Einige davon werden von Kunden mitgebracht oder sie werden per Post geschickt. Das erste, was also passiert, ist, dass wir die Proben erhalten, wir loggen sie in das System ein, in unser LIMS-System. Dann wird ihnen im Labor eine eindeutige Trackingnummer zugewiesen. So können wir die Probe im ganzen Labor verfolgen, und alle Ergebnisse werden korrekt gemeldet und dokumentiert.

Leafreport – Kristin Harrison:

Okay. Wow, das ist wirklich cool. Wie lange dauert es dann, wenn du eine Probe reinbekommst und sie den ganzen Prozess durchläuft? Ich meine, gibt es eine grobe Zeitschätzung oder variiert das?

Trevor Low:

Von dem Zeitpunkt, an dem wir die Probe erhalten, bis zu dem Zeitpunkt, an dem der Bericht ausgestellt wird, hängt es davon ab, welche Tests erforderlich sind. Für das volle Programm beträgt die Bearbeitungszeit normalerweise drei bis fünf Tage. Wenn es nur eine Sache ist, nach der gesucht wird, könnte es 24 bis 48 Stunden dauern, bis wir Ergebnisse erhalten. Genau.

Leafreport – Kristin Harrison:

Super, danke. Nun, ich freue mich wirklich sehr darauf, dass du uns zeigst, wie das Ganze funktioniert. Dann lass uns weitermachen!

Trevor Low:

Okay, super. Legen wir los.

Leafreport – Kristin Harrison:

Trevor, wir sind hier im nächsten Schritt des Prozesses, wo sich ihr die Proben bereit zum Testen macht. Kannst du mir ein bisschen darüber erzählen?

Trevor Low:

Richtig. Dies ist also der erste Raum, in dem wir die Probenverarbeitung vor der Analyse durchführen. Wenn für die Probe ein vollständiger Panel-Test durchgeführt wird, der einen mikrobiellen Test erfordert, dann nimmt unser Mikroteam die Probe zuerst, damit sie nicht von anderen kontaminiert werden kann. Bei den meisten Proben werden die Proben dann entweder zerkleinert oder die Partikelgröße reduziert, um eine einfache Probennahme zu ermöglichen. Dann wiegen die Analytiker die Proben ab, du kannst hinter mir sehen, dass hier zwei Analytiker die Proben abwiegen, um die Analyse durchzuführen, und zwar jede Proben. In der Regel verlangen wir genug Proben, um die Anzahl der Tests durchzuführen, die nötig sind. Sagen wir also für einen Marihuana- oder Hanfblüten-Vollpanel-Test, benötigen wir 10 Gramm Probe. Diese 10 Gramm werden zermahlen und für jede einzelne Analyse portioniert.

Leafreport – Kristin Harrison:

Okay, verstehe. Ist das also dieses ganze Material hier?

Trevor Low:

Ja, in diesem Bereich befinden sich alle Proben, die bereit sind, zur Analyse abgewogen zu werden. Wir haben erstklassiges Material, das hier zermahlen wird. Wir haben Tinkturen, die bei einigen Proben keine Größenreduzierung der Partikel erfordern, sprich Tinkturen und Konzentrate. Es wird nicht gemahlen oder so. Wir analysieren es einfach so, wie es ist.

Leafreport – Kristin Harrison:

Okay, großartig. Ich danke dir. Alles klar, Trevor. Nun, zuallererst möchte ich mich bei dir für diesen tollen Laborkittel bedanken. Ich fühle mich jetzt schon schlauer, aber warum erzählst du mir nicht von diesem Schritt des Prozesses, diesem Raum, in dem wir jetzt sind?

Trevor Low:

Okay, einige Analysen erfordern eine Extraktion, bevor sie zur Analyse in das Gerät gehen. Das ist unser Extraktionsraum, wo die Probe, nachdem sie gewogen wurde, entweder ein Lösungsmittel oder ein Lösungsmittel für die GCs-Analyse oder Säure hinzugefügt wird. Wir machen einen Säureaufschluss für Metalle. Das wird alles in diesem Raum gemacht und dann, nachdem es extrahiert wurde, geht es zur Messtechnik. Du trägst einen Laborkittel, weil hier eine Menge Chemikalien drin sind, daher wollen wir für deine Sicherheit sorgen.

Leafreport – Kristin Harrison:

Okay. Gut zu wissen. Also, all das, was du gerade gesagt hast; kannst du mir das auf eine Art und Weise erklären, die auch ein Laie vielleicht verstehen würde?

Trevor Low:

Okay. Also ja, bestimmte Elemente, nach denen wir suchen, ob es nun Pestizide oder Cannabinoide sind, erfordern die Zugabe eines Lösungsmittels, um sie aus der Matrix zu extrahieren, entweder aus den Blüten oder den Edibles, oder was auch immer es ist, das wir testen sollen. Wenn es dann mit dem Lösungsmittel oder der Säure extrahiert wurde, kann es weiter auf das Instrument, wo wir dann die Daten ablesen können.

Leafreport – Kristin Harrison:

Okay. Das gibt Sinn. Fantastisch. Danke schön. Gut, Trevor, warum erzählst du mir nicht ein bisschen was über diese Maschine, die hinter mir steht.

Trevor Low:

Okay, das ist also unser GC-Triple Quad. Das steht für Gaschromatograf-Massenspektrometer, Triple Quad Massenspektrometer. Dieses Instrument wird zur Analyse von Pestiziden verwendet.

Leafreport – Kristin Harrison:

Okay. Das verrät mir also, ob Pestizide in dem Produkt enthalten sind.

Trevor Low:

Ja, im Großen und Ganzen gibt es im Staat Nevada hauptsächlich Indoor-Grows und wir finden nicht viele Pestizidverunreinigungen. Wo wir einige Pestizidverunreinigungen sehen, ist normalerweise draußen, vor allem beim Hanfanbau. Wir bekommen Hanf aus dem ganzen Land, und wir sehen einige Pestizide. Die Chromatografie selbst hat also mit der Auftrennung der Analyten auf eine Säule zu tun. Sie basiert auf den unterschiedlichen Retentionszeiten, sodass wir verschiedene Pestizide identifizieren können. Es ist wichtig für die Gesundheit zu wissen, dass das Produkt, das man konsumiert, frei von Pestiziden ist.

Leafreport – Kristin Harrison:

Ja, ich will keine Pestizide in meinem Körper. Wer will das schon?

Trevor Low:

Du sagst es.

Leafreport – Kristin Harrison:

Gut, Trevor, erzähl mir etwas über diese Maschine.

Trevor Low:

Okay, das ist unser LC-Triple Quad, das steht für Liquid Chromatography Triple Quad Mass Spectrometry, und untersucht auch auf Pestizide. Der Grund dafür, dass wir zwei verschiedene Geräte dafür haben, ist, dass einige Pestizide auf diesem Gerät besser anschlagen, andere besser auf dem GC-Triple Quad. Deshalb arbeiten wir mit beiden.

Leafreport – Kristin Harrison:

Also musst du die Proben durch beide Maschinen laufen lassen?

Trevor Low:

Ja, müssen wir, genau.

Leafreport – Kristin Harrison:

Wow, alle Proben?

Trevor Low:

Ja. Egal was, für die ganze Bandbreite an Pestiziden und Mykotoxinen müssen sie durch beide durch. Es ist die gleiche Extraktion, aber ein Teil der Probe geht durch das LC-Triple und ein anderer Teil durch das GC-Triple.

Leafreport – Kristin Harrison:

Das ist beruhigend, dass du im Wesentlichen zwei Tests gemacht werden, um zu sehen, ob es Pestizide gibt. Das ist eine gute Nachricht für die Verbraucher.

Trevor Low:

Ja, genau deswegen benutzen wir Geräte, die für diese speziellen Pestizide optimiert sind.

Leafreport – Kristin Harrison:

Super, vielen Dank. Alles klar, Trevor, ich kann es kaum erwarten, den Namen dieser Maschine zu hören.

Trevor Low:

Okay, halt dich fest. Das hat eine etwas umständliche Abkürzung, es heißt HSGC FID MSD, und steht für einen Headspace-Gaschromatograf mit Flammenionisationsdetektor und Massenspektrometer-Detektor (eng.: Headspace gas chromatograph with flame ionization detector and mass spectrometer detector)

Leafreport – Kristin Harrison:

Uff.

Trevor Low:

Ja, ich weiß, ein ganz schöner Brocken. Dieses spezielle Instrument ist eine der Analysemethoden, die keine Lösungsmittelextraktion erfordern. Also wird die Probe direkt in diese Headspace-Violen abgewogen. Das hier ist der Headspace-Sampler, der im Grunde genommen den Luftraum über der Probe untersucht, und das geht dann in den Gaschromatografen, der die Terpen-Analyse durchführt. Das hier ist für Terpene und Lösungsmittelrückstände.

Leafreport – Kristin Harrison:

Was genau sind Lösungsmittelrückstände?

Trevor Low:

Lösungsmittelrückstände sind in verschiedenen Konzentraten und Extrakten enthalten, die aus Hanf oder Marihuana, oder jeder Art von Cannabis hergestellt werden. Manchmal werden diese mit Lösungsmitteln extrahiert. Es gibt vier zugelassene Lösungsmittel im Staat Nevada. Es könnte Butan sein, oder Heptan. Viele gehen mittlerweile zur lösungsmittelfreien Extraktion mit überkritischem CO2 über. Aber viele Extraktionen werden immer noch mit Lösungsmitteln durchgeführt. Wir wollen also sicherstellen, dass nach der Extraktion keine Lösungsmittelrückstände zurückbleiben, denn die können auch gesundheitsschädlich sein.

Leafreport – Kristin Harrison:

Das wäre gut zu wissen.

Trevor Low:

Ja, stimmt.

Leafreport – Kristin Harrison:

Und die hier bestimmen die Level der verschiedenen Terpene, die in einer bestimmten Charge sind, oder wie funktioniert das?

Trevor Low:

Genau. Das hier liefert uns das Terpen-Profil. Normalerweise, wenn du in eine Apotheke gehst, werden sie die drei Terpene auflisten, die am häufigsten vorkommen. Aber wir testen tatsächlich auf, ich glaube, es sind 22 verschiedene Terpene auf dieser Liste. Sie kommen alle in unterschiedlichen Konzentrationen vor, je nach Sorte, wie sie extrahiert wurden und so weiter.

Leafreport – Kristin Harrison:

Wow. Großartig. Ich danke dir. In Ordnung, Trevor. Ich nehme dann mal an, diese Maschine heißt Eve.

Trevor Low:

Ja, so haben wir die Maschine genannt. Wir haben zwei. Diese hier ist Eve und die hier ist Wally.

Leafreport – Kristin Harrison:

Wie süß. In Ordnung, also wie lautet der richtige Name?

Trevor Low:

Das ist das sogenannte HPLC. Es steht für High-Performance Liquid Chromatography, also Hochleistungs-Flüssigchromatografie. Das sind die Instrumente, mit denen wir Cannabinoid-Analysen oder Potenzanalysen durchführen. Wenn man also den THC-Gehalt oder den CBD-Gehalt wissen will, ist dies das Instrument, das wir benutzen würden. Fast jede Probe, die ins Labor kommt, benötigt es, also haben wir zwei davon.

Leafreport – Kristin Harrison:

Okay, das ist also etwas, was ich auf dem Etikett eines Produktes sehen würde, richtig? Diese verschiedenen Prozentsätze.

Trevor Low:

Das ist richtig. Cannabinoide sind die Substanzen im Cannabis, bei denen das THC die psychoaktive Wirkung verursacht. CBD ist die nicht-psychoaktive Komponente der Cannabinoide, aber es ist für eine Menge ähnlicher gesundheitlicher Vorteile verantwortlich. Die Leute sind also sehr daran interessiert, nicht nur den THC-Gehalt und den CBD-Gehalt zu kennen, sondern auch kleinere Cannabinoide wie CBG und CBC, CBN. Es gibt eine Menge Produkte wie Fruchtgummis oder Tinkturen, die darauf ausgelegt sind, ein bestimmtes Verhältnis von CBD zu THC zu haben. Wir führen eine Menge Tests durch, um zu überprüfen, ob das Verhältnis korrekt ist und ob das Gummibärchen oder die Tinktur oder der Brownie richtig dosiert ist. Wenn es also heißt, dass du 10 Milligramm pro Portion bekommst, bekommst du tatsächlich 10 Milligramm pro Portion.

Leafreport – Kristin Harrison:

Nun, gut zu wissen, dass es dafür einen Test gibt. Du stellst also sicher, dass das, was auf dem Etikett steht, im Grunde genommen der Wahrheit entspricht.

Trevor Low:

Exakt.

Leafreport – Kristin Harrison:

Okay, und wie viele verschiedene Cannabinoide gibt es, auf die du testen kannst?

Trevor Low:

Ich glaube, wir testen auf elf. Ja, der Staat Nevada verlangt nur vier, aber wir testen auch auf einen Haufen weniger hoch konzentrierter Stoffe.

Leafreport – Kristin Harrison:

Okay, verstehe. Das ist großartig, denn wenn manche Leute ein Produkt kaufen, wie du gesagt hast, können sie nach mehr von einem bestimmten Cannabinoid suchen. Das sorgt also dafür, dass die Etiketten stimmen.

Trevor Low:

Das ist korrekt, und jeder hat eine andere Toleranz gegenüber THC. Also, die Konzentration, die bei einem Menschen funktioniert, kann bei einem anderen Menschen nicht anschlagen, deshalb muss man es einfach selbst ausprobieren und wissen, wo seine Toleranz liegt. Und auf der Grundlage der getesteten Potenz würde man dann eben dieses oder jenes Produkt kaufen.

Leafreport – Kristin Harrison:

Das ist toll, dass ihr auch die Potenz testet, um sicherzugehen, dass sie tatsächlich auf dem Labortest einer dritten Partei basiert, und das, was sie sagen, wahr ist.

Trevor Low:

Ja. Jedes Produkt, das man in einer Apotheke, einer lizenzierten Apotheke hier in Nevada kaufen kann, wurde getestet und hat auch die getestete Potenz.

Leafreport – Kristin Harrison:

In Ordnung, großartig. Ich danke dir. Also, Trevor, ich bin gespannt, zu hören, wie diese Maschine heißt.

Trevor Low:

Okay. Das ist unser sogenanntes ICPMS. Es steht für Inductively Coupled Plasma Mass Spectrometer, und das ist das Instrument, mit dem wir Schwermetalle messen. Im Staat Nevada muss derzeit auf vier verschiedene Schwermetalle getestet werden. Arsen, Kadmium, Blei und Quecksilber.

Leafreport – Kristin Harrison:

Es ist verrückt, dass solche Substanzen im CBD sein könnten.

Trevor Low:

Nochmal, es ist sehr selten, dass wir eine Schwermetallverunreinigung feststellen. Ich habe es meistens in Blüten gesehen, aber wir haben bis jetzt noch keine gefährlichen Werte in CBD-Produkten entdeckt.

Leafreport – Kristin Harrison:

Okay, beruhigend. Alles klar, jetzt sind wir also im Mikrobiologieraum. Ich bin hier mit Nikhil, dem leitenden Mikrobiologen hier in den Canalysis Laboratorien. Wie geht’s dir?

Nikhil:

Sehr gut, danke! Und dir?

Leafreport – Kristin Harrison:

Mir auch, danke. Also warum erzählst du mir nicht ein wenig über diese Maschine hier?

Nikhil:

Dies ist also eine QPCR-Maschine. Es sieht sich die genetische Information in bestimmten Krankheitserregern wie Salmonellen, E. coli und bestimmten Schimmelpilzen an, die für den Menschen schädlich sein könnten. Also führen wir einen genetischen Test an jeder Probe durch, die hereinkommt, und analysieren sie dann in Echtzeit mit dieser Maschine. Die Ergebnisse sind einsehbar, herunterladbar und sehr einfach zu interpretieren. So weißt du, ob sich dieser Erreger in deiner Probe befindet oder nicht.

Leafreport – Kristin Harrison:

Wow, das ist wirklich interessant. So kannst du all diese Proben auf schädliche Substanzen testen, die niemand gerne zu sich nehmen würde. Nicht wahr? Okay, und wie schnell bekommst du diese Ergebnisse mit dieser Maschine?

Nikhil:

Es dauert etwa zwei Stunden, um den gesamten Test durchzuführen. Wir machen eine Anreicherung, bei der wir Organismen finden, die – falls vorhanden – bei dem Sterilisierungs- oder Dekontaminationsprozesses, geschädigt worden sind. Aber an sich dauert die Analyse etwa zwei Stunden.

Leafreport – Kristin Harrison:

Okay, und wenn einer dieser Krankheitserreger gefunden wird, was passiert dann?

Nikhil:

Dann melden wir das dem Staat und dem Erzeuger oder Hersteller dieses Produkts, und das wird für deren zukünftigen Prozess verwendet, aber die gesamte Charge würde durchfallen.

Leafreport – Kristin Harrison:

Und dann wird sie vernichtet?

Nikhil:

Sie sollte zerstört werden. Je nach Art der Matrix könnte es in ein anderes Konzentrat oder Extrakt umgewandelt werden. Dazu bräuchten sie aber die Erlaubnis des Bundesstaates.

Leafreport – Kristin Harrison:

Okay, gut zu wissen. Kannst du mir dann sagen, warum wir hier im Labor in einem separaten Raum sind, nur für diese Untersuchungen? Gibt es einen bestimmten Grund dafür?

Nikhil:

Wir müssen diesen Bereich komplett getrennt vom Rest des Gebäudes halten, das ist eine staatliche Vorschrift. Der Raum muss eine geschlossene Tür und eine kontrollierte Umgebung haben, denn das, woran wir hier arbeiten, kann manchmal gefährlich sein. Wir wollen nicht, dass das in andere Teile des Labors gelangt.

Leafreport – Kristin Harrison:

Alles klar. Nikhil wird uns also jetzt einen Test zeigen. Was genau wirst du uns denn zeigen? Ich bin schon gespannt.

Nikhil:

Das ist im Grunde genommen nur die Art und Weise, wie wir die Organismen sanft in einen Puffer abschütteln. Wenn wir also die Probe bekommen, geben wir sie in diese Flüssigkeit. Sie ist das Medium, in dem Salmonellen und pathogene E. coli wachsen würden, wenn sie in der Probe wären. Um sie abzuschütteln, könntest du deine Hände benutzen, aber das wäre ein bisschen mühsam. Also lieber diese Maschine. Sie erledigt normalerweise das Schütteln für dich. Also dauert es ungefähr eine Minute, dann kommt es in den Inkubator und dann testest du es an der Maschine dort drüben.

Leafreport – Kristin Harrison:

Wow. Das ist so cool. Danke, dass du uns das gezeigt hast.

Nikhil:

Danke für dein Interesse!

 

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Dr. Zora DeGrandpre practices naturopathic medicine (home visits) in rural Washington and is a professional medical and scientific writer and editor, specializing in naturopathic, functional, botanical and integrative medicine. Dr. DeGrandpre has degrees in drug design, immunology and natural medicine and has extensive research experience in cancer and molecular immunology. In her practice, Dr DeGrandpre has found the use of CBD with elderly patients and others to be safe and clinically effective. She brings to all her writing a straightforward approach that is accurate, clear and authentic.

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